New York Fashion Week

02. Mai 2011

Paris, Mailand, Berlin, London, Stockholm oder New York – Großstädte, die auf sich halten, locken mit Modemessen, wo sich die Designer mit und ohne Namen an Attitude übertreffen. New York setzt mit seinen Modewochen im Februar und September hochklassige Trends, wobei die Herbstshows die Frühjahrs- und Sommerkollektionen und die Shows im Spätwinter die aktuellen Herbst- und Winterkollektionen präsentieren. Dabei ist es weniger die luxuriöse Haute Couture Mode, sondern es sind die Pret-a-Portier-Schauen, deren Modelle wenig später in den Boutiquen dieser Welt angeboten werden.

Die Frühjahrs- und Sommermode dieser Saison wurde erstmals im Lincoln Center New York präsentiert, nach der Eröffnung der Fashion Week durch Diana von Fürstenberg, der Präsidentin des  Council of Fashion Designers of America und dem New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg gingen faszinierende Shows über die Catwalks. Die Großen Modelabels der Branche offerieren ihre Trends: Gwen Stefani entwarf für L.A.M.B. afrikanisch inspirierte Minikleider, Volants und Kniebundhosen. Die Prints sind kunterbunt, die Afrikamuster setzen sich bis ins Detail bei den Accessoires fort.  Oscar de la Renta kommt superromantisch mit Rosen- und Blütenprints in Rot, Gelb, und Grün oder im Schwarz-Weiß-Kontrast. Die Abendroben sind pompös und glitzernd, wie seit fünfzig Jahren nicht mehr.

Schlicht und elegant ist die Mode von Kalvin Klein mit puristischen schlichten Kleidern und Hosenanzügen in der Vorzugsfarbe Weiß, ähnlich geht es bei Narciso Rodriguez und BCBG Max Azria zu, während Ralph Lauren Cowgirls über den Catwalk schickte. Vom Harem inspiriert ist Marchesa. Hier sind pludrige Haremshosen mit Boleros und Glitzer-Clutches und orientalische Roben mit handbemalten Stoffen und überdimensionalem Schmuck zu bewundern. Vintage-Kleider aus Chiffon, karierte Miniröcke und 1960er Babydolls schlägt Anna Sui den Damen vor, während klassische Ladys in lavendelfarbenen Tweedoutfits bei Proenza Schouler daherkommen.

Klassische Formen und Skulptursilhouetten zeigen Jason Wu und Phillip Lim, Stardesigner Michael Kors kommt mit quietschbunten Chiffonhosen, Rüschenröcken und kleinen Kleidchen zu Schlabberpullis und Öko- Sandalen. Dazu werden Socken und XXL-Basttaschen getragen. Ähnlich bunt treibt es Marc by Marc Jacobs in den Modefarben Brombeer, Bronce, Puder und Camel. Streifen- und Porzellanmuster sieht man auf den Outfits von Rodarte. Es gibt Kleider, Seidenröcke und Hosen im 70er Style. Überall ist viel Gold, auch so bei den Plateau-Sandalen zu weißen Söckchen. 70er Retro offeriert auch Marc Jacobs.

Die Damenmodetrends der kommenden Saison sieht das Haus Vera Wang mit Origamo-Tops und Sumo-Gürteln und Donna Karan zeigt Knitterstoffe, Wüstenfarben und Volantkleider. Asiatisch inspiriert sind auch die Modelle von Lacoste und Carolina Herrera. Sie druckt botanische Zeichnungen auf koreanische Kleider und setzt den Models kegelförmige Strohhüte auf. Völlig konträr kommt Tommy Hilfinger mit mädchenhafter Sportmode.

Allen gemeinsam ist die mutige Kombination.  Hoffentlich haben die Fashion Victims noch alle alten Sachen im Schrank.



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