New York

Spiderman Musical – Pannenserie reißt nicht ab

23. März 2011

Das Musical „Spiderman“ sollte eigentlich eine ganz große Nummer in New York werden, doch bis jetzt ist es eher als Katastrophen-Musical bekannt. Dabei ist das neue Musical noch nicht einmal richtig an den Start gegangen. Bisher haben lediglich Voraufführungen stattgefunden, die eigentliche Premiere hat man bereits sechs Mal verschoben.

Bei „Spiderman“ stimmt fast gar nichts, das Drehbuch ist schlecht, die Musik ist langweilig, und es gab bereits mehrere Unfälle. Trotz dieser Pannen ist der Andrang beim Publikum bis jetzt noch ungebrochen, aber vielleicht kommen die Zuschauer ja auch wegen möglicher Pannen, die ja auch für Unterhaltung sorgen können.
Inzwischen hat es über 100 Voraufführungen gegeben, und das Team bekommt die Aufführung dennoch nicht in den Griff. Und das, obwohl es sich mit rund 65 Millionen US-Dollar um das kostspieligste Musical am Broadway handelt. Als man die Aufführung des Musicals damals plante, rechnete man mit einem riesigen Erfolg, schließlich sollte Julie Taymor Regie führen, die auch für das Musical „König der Löwen“ verantwortlich ist.

Mit Bono und The Edge von der Rockgruppe U2 konnte man außerdem zwei talentierte Musiker gewinnen, doch die beiden gingen lieber auf Tournee, anstatt sich um die Musikproduktion für das Musical zu kümmern. Die Regisseurin konnte sich mit dem Musical von Anfang an kaum arrangieren, und sie ließ sich auch von niemandem etwas sagen.

So kam es bei einer der Aufführungen lt. Freizeit Blog auch zu einem Sturz des Hauptdarstellers aus neun Meter Höhe, weil die Sicherung anscheinend nicht korrekt war. Mit mehreren Rippenbrüchen landete er im Krankenhaus, ein anderer Darsteller wurde bewusstlos, nachdem er ein loses Drahtseil an den Kopf bekommen hatte.
Doch die mangelnde Technik ist bei weitem nicht das einzige Problem des Musicals. Sänger Bono sah seinen Ruf in Gefahr und sorgte mit seiner Ablehnung für die Entlassung der Regisseurin. Doch auch der irische Musiker sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn die von ihm komponierte Musik ist auch nicht gerade ein Meisterstück.

Inzwischen ist man soweit, die Aufführungen für etwa drei Wochen zu unterbrechen, um das ganze Stück zu überarbeiten. Premiere soll dann Mitte Juni sein, man darf gespannt sein, ob dieser Termin denn nun endlich eingehalten wird.



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